Arbeit, Arbeit
Kategorien : Japan 2006, Urlaub
10.06.2006, Japan, in meinen Augen
mittlerweile auch Land der Sicherheit
genannt. Am Freitag Abend gab es in Kanazawa
ein Event zur Vorbereitung auf das
Hyakumangoku Festival das Samstag
und Sonntag stattfindet.
Auf einem Fluss wurden Laternen ausgesetzt und
runtertreiben lassen, ein Riesenspektakel!
Sooo viele Leute waren da, überall gab es
Spezialitäten, Kimonos und interessante Dinge
zu sehen.
Bevor wir zu dem Festival aufbrachen, wollte
ich meine Notebook Tasche und den Kram, bis
auf den Regenschirm und die Kamera, im Rifare
Building lassen um mit Aaron, Cedric und
Franca zum Festival zu gehen. Also ab in den
Fahrstuhl, der mich natürlich freundlich
begrüßt und in den 4. Stock gefahren
( in Deutschland wäre dies der 3. Stock,
in Japan gibt es kein Erdgeschoss, nur
den 1. Stock und so weiter ), die
Tür geht auf und ein gewohntes Bild tut
sich mir auf: Ein Japaner schläft mit
dem Kopf auf einem Notebook, niemand
nimmt Notiz, ich verstaue meine Tasche
unter dem Eurocentres Desk und gehe.
Hier klaut niemand etwas. Man mag es
nicht glauben aber die Japanische Gesellschaft
kennt das Wort “Vertrauen” wirklich noch.
Wer mit einem Bus fährt kann keine Karten
beim Fahrer kaufen oder Geld wechseln,
wer bezahlen will kann einfach das Geld
mitsamt der Karte in eine Dose beim Ausstieg
werfen. Es wird schon stimmen. Im Bahnhof
wird meine Karte durch bloßes Abnicken
der an den Ein- und Ausgängen postierten
Kontrolleure geprüft. Toll!
Sprich mit mir!
In Japan macht irgendwie alles Geräusche,
angefangen bei den Ampeln die mit einer
Musik ankündigen das man gehen darf, über
Bahnhöfe in denen einfahrende Züge mit
akustischen Signal UND einer Durchsage
angekündigt werden ( an dieser Stelle ein
großes Lob an die Pünktlichkeit der Japanischen
Eisenbahn, ich kann meine Uhr danach stellen,
das ein Zug der um 08:21 Uhr losfährt, auf
die Sekunde genau die Türen schließt und
5 Sekunden später losfährt ), in Fahrstühlen
wird man von einer Stimme begrüßt die auch
noch jedes Stockwerk in dem gehalten wird ansagt.
JA und gestern ist es passiert: Sogar von einer
Ampel wurden Aaron und ich angequatscht.
Problem nur: Was will uns diese Ampel mit einem
Kasten und einem Knopf darunter mitteilen!?
Minutenlang stehen wir mit offenem Mund vor
der Ampel und als gekonnt unerfahrener
Europäer blicken wir uns erstmal ratlos
um, bis ein gnädiger Passant uns bedeutet,
wir sollen einfach den Knopf drücken.
Und siehe da: Die Ampel wird grün.
1:0 für die Ampel, aber wir kommen wieder!
Endlich haben wir auch mal einen Japaner
kennengelernt. Massa-san der in Californien
studiert hat sprach uns auf dem Festival
einfach an, weil zwei große Nicht-Japanisch
aussehende Leute hier ja nicht gerade normal sind.
Er bot uns an mit Ihm später mal ein Starbucks zu
besuchen und ein wenig herumzuführen, was wir
freudig annahmen.
Es gibt Sie also doch, Japaner die Englisch können.
Toll war auch die Reaktion seiner Frau als wir
vorgestellt wurden:
Aaron, Amerikan-jin: “Aha.”
Christoph, Doitsu-jin: “Ohhh….. Doitsu….*sich
erstmal für ein paar Minuten nicht mehr einkriegt*
Irgendwie ist das was besonderes hier, ich vermute
es liegt an der Entfernung, gibt aber ein
richtig gutes Gefühl
Soviel für mich, soviel für euch.
Ich gebe ab zur Werbung.
Gruß aus Nihon,
Christoph
Ich habe heute die Kanazawa Gallerie gefüllt. So please have a look.
Ich bitte außerdem umreichlich Kommentar um abzuschätzen ob
das was ich hier schreibe irgendjemanden interessiert.
Und DAS gibts als Belohnung für fleißige Kommentatoren:
oder: Christoph und wie er die Welt sah.
Heute mit dabei: Lustige Japaner, ne Schnur,
Aaron der Amerikaner, Christoph der mit
einem Regenschirm fliegen lernt und natürlich
der Maus und dem Elefanten.
Das war Deutsch!
Tag 6 in Japan, es ist wie immer brütend warm,
stelle ich fest das es in Japan kein Problem
ist: Wo man gerade geht und steht, zu schlafen.
So sind Schlafende in Bussen und Bahnen schon
gar nichts mehr besonderes. Interessant wird
es wenn auch auf dem Gehsteig, auf öffentlichen
Bänken, in einer Bücherei oder einfach am
Arbeitsplatz, den Kopf in den Schoss fallen
lassend, geschlafen wird.
Nur um das nochmal klarzustellen: Ich habe
bis dato noch keinen einzigen Obdachlosen
in Japan gesehen. Jeder scheint einfach
bei Bedürfnis sich einen bequemen Platz
zu suchen und zu schlafen, es kümmert sich
solange keiner um den Schlafenden wie dieser
keine Gesetze bricht: Wie etwa in einer
Einfahrt oder anderweitig falsch zu liegen.
Heute gab es in der Schule eine kleine Zeichen-
einführung, bei der ich erstmal leidvoll erkennen
musste, bei meinem Studien zuhause mit dem falschen
Zeichensystem angefangen zu haben.´Zur Wiederholung:
Japaner haben drei Zeichensysteme:
Hiragana, Katakana und Kanji.
Ich habe mit dem lernen der Hiragana angefangen
aber die Katakana sind viel leichter zu lernen,
da Hiragana in Japanischen Sätzen oftmals nur
die Grammatik bilden oder Partikel.
Im Katakana dagegen werden alle neuen
Wörter und ausländische Wörter geschrieben,
wie etwa mein Name, Computer oder anderes.
Das hat für den Studierenden den Vorteil
bereits bekannte Wörter in Katakana abbilden
zu können und nicht mit Bruchstücken oder
Partikeln arbeiten zu müssen.
Münzen: Münzen Münzen Münzen,
Wenn ich den in die Finger kriege
der jemals in Japan die 1 Yen Münze
eingeführt hat!
Mein Portemonaie läuft über mit kleinen,
runden und teilweise “gelochten” Münzen,
darunter auch viele besagte. Und das bei
normalen Preisen die bei 100 Yen losgehen,
wie zum Beispiel der tolle Regenschirm
den ich mir in einem 100 Yen Shop gekauft
habe, eine Art 1 Euro Shop in Japan.
Warum der Regenschirm? Es gibt angeblich
ein Sprichwort in Kanazawa das besagt:
“Du kannst dein Mittagsessen liegenlassen,
aber vergesse nie deinen Regenschirm wenn
du in Kanazawa bist.”
Nun ja, jedenfalls hat es an diesem Tag
wirklich das erste mal.. “geregnet”,
obwohl ich der Meinung bin das dies die
Bezeichnung Regen nicht verdient hat.
Japanischer Regen ist irgendwie anders.
Vermutlich liegt es am warmen Wetter,
denn es wird nichtmal kühler wenn es regnet,
also irendwie sehr merkwürdig.
Wie immer: Kommentare unter diesem Satz.
Es grüßt
Christoph, der beschäftigte Blogschreiber
aus Japan, dem verrückten Land
Bericht eines Japan Reisenden vom 07.06.2006,
aka sein 5. Tag im Land der aufgehenden Sonne.
Viele Leute fragen mich: ( mich fragen nie Leute,
aber man muss sagen “Mich fragen viele Leute”
sonst geht es nicht weiter )
“Christoph, was treibst du eigentlich in Japan?”
Die Antwort ist einfach: In Bussen, Bahnen,
zu Fuß oder mit dem Flugzeug, alleine oder
zu zweit, von merkwürdigen Blicken verfolgt
werden. Obwohl es in Kanazawa eigentlich
genug “Gaijins” ( Ausländer ) gibt, scheint
es für jeden Japaner immer wieder aufs neue
TOTAL überraschend zu sein, einen zu sehen.
Gesagt wird nie etwas, aber die Augen
ausgestarrt bis die Schwarte kracht.
Ich sollte Geld dafür nehmen.
Heute stand der erste Besuch des Kanazawa
“Gamers” Laden an. Und wie es sich für einen
echten “Gamers”-Laden gehört kauft man dort….
RICHTIG… Mangas! Animes, Anime-Musik,
Anime-T-Shirts, Hentais ( bedeutet soviel
wie “pervers”, was hoffentlich auf den
Inhalt schließen lässt ) und alles was
man als ordentlicher Japaner so braucht.
Meine Errungenschaft: 2 Mangas.
Genshiken Vol 1. und Gunslinger Girls Vol. 6.
Man sollte allerdings nicht in Erwägung
ziehen den Kassenbediensteten nach einem
Manga/Anime Titel zu fragen. Die höfliche
Frage nach dem Anime “Gantz”, der auch unter
diesem Titel in Japan läuft, wird mit einem
müden aber gutgemeinten “Häää?” irgendwie
unbefriedigend beantwortet. Nach diversen
Versuchen endlich ein Treffer: “Last Exile”
wird höflich mit “Aa.. Lasto Exilo!?????”
beantwortet und dann mit so etwas wie
“Ham wa nich.” .. oder so.. beantwortet.
Jedenfalls soviel zu Animes und Engrish.
Abteilung “Japanese-Engrish” Teil 1:
Im Ishikawa Museum of Traditional Arts
and Crafts, siehe Bilder, hängt vor
der Kasse im “Arts and Crafts Shop”
ein gutgemeintes Schild mit der netten
Aussage:
“Sorry, we don’t!”
Als geneigter Betrachter fällt es schwer
dann nicht in atemloses Brüllen auszubrechen
um danach sämtliche Einkäufe wieder wegzulegen.
Aber, Holzauge sei wachsam, nach reiflicher
Diskussion wird dann auch das fehlende Objekt
zutage gefördert und mit einem Schuss Sinn
und verstand ausgestattet.
“Sorry, we don’t accept Credit Cards!”
hätte es verständlicher auf den Punkt gebracht.
So taugt, “Sorry, we don’t!” wahrscheinlich
noch bis ans Ende der Reise als bester Witz
für sinnlose Konversationen.
Ist schonmal jemanden aufgefallen, dass
I’ll “ask her later” und das Wort
“Escalator” ziemlich ähnlich klingen?
Ja, Aaron und mir heute, als er ersteres
sagte und ich letzteres verstand und wir
danach erstmal eine halbe Stunde lang nicht
mehr konnten vor lachen. Deshalb schlage
ich den folgenden Dialog auch für die
goldene Himbeere vor:
Aaron: “I think I will ask her later.”
Christoph: “You will take the Escalator?”
Wer noch auf der Suche nach sinnlosen
Dialogen für eine Neuauflage der
“Benny-Hill-Show” ist, hier sei sich
bedient. Dozo!
Ich möchte gerne wissen welcher Teufel
mich geritten hat, ABER ich habe heute
an der “Cooking Lesson” teilgenommen.
Einem Ausflug zu einer Art japanischen
Landfrauen-Bewegung wo wir lernen konnten
wir man japanischen Sushi zubereitet.
Und siehe da:
Christoph “4-Sterne Koch” Blogschreiber
hat folgendes geschaft:
1. es geschafft zu kochen
2. es geschafft das gekochte
genießbar zu halten und
3. sogar richtig gut und lecker gegessen
und das Rezept gleich mit in die Reisetasche
gehen lassen. “Sushi wa oishiee desu ne!”
Da ich mit Kochen beschäftigt war, konnte
ich leider keine Photos machen, aber
Yasuda-san hat einige Bilder gemacht,
die den Eurocentres Schülern zum Downloaden
ins Internet gestellt werden. Nicht nur von
heute, sondern von allen Tagen an denen von
Eurocentres organisierte Veranstaltungen
gemach werden. Tolle Sache!
Um einige aufgekommene Bedenken bezüglich
der Unzivilisiertheit der Japaner aus dem
Weg zu räumen sind die folgenden Beispiele
gedacht:
Es kann passieren, dass man in Japan von
einem Passanten mir nichts dir nichts
umgerannt wird, da dieser zu sehr in seinen
Nintendo Handheld vertieft war und nicht auf
den entgegenkommenden Verkehr geachtet hat.
Gefährlich!
Zudem sind, meiner bescheidenen Ansicht nach,
alle Buswartehäuschen mit einem Display ausgestattet
auf dem der nächste Bus angekündigt wird,
Randalismus scheint ein Fremdwort zu sein,
meine Gastfamilie schließt die Tür lediglich
Nachts ab und morgens wieder auf, was bedeutet
das die Tür durch einfaches “Aufschieben” oder
“Zur Seite schieben” geöffnet werden kann.
Es ist keine Seltenheit das selbst ältere
Leute ( 60+ ) MP3-Player tragen oder auf
dem topmodernen Handy Spiele spielen.
Ich könnte noch tausend Beispiele bringen,
möchte aber nochmal betonend versichern.
Ja, Japan ist technologisch und
zivilisatorisch auf einem SEHR hohen Stand.
Wer´s nicht glaubt, schaue es sich selber an
Damit reiche ich den Wanderpokal an die
Amateurmannschaft des “SC Kommentar”
weiter und räume noch mit einem
weit verbreiteten Mysterium auf,
das da lautet: “Was heißt eigentlich Mitsubishi?”
Lösung: Mitsu = 3, Bishi = Diamant
Mitsubishi = 3 Diamanten!
Wer es nicht glaubt, schaue
sich einfach mal das Logo
des Autoherstellers an.
Grüße aus good ol’ Japan
CCCCCChhhhhhRRRRRiiiSSttttooooPPPPhh
Ich empfehle einen Blick in die Gallerie für einige
Bilder die ich gestern in Japan geschossen habe.
Bericht eines Japan Reisenden auf seiner spannenden Tour
durch Japan in 25 Bänden. Das ist natürlich Quatsch, denn
die ganzen Impressionen dieser Reise sind nicht so ganz
einfach alle zu beschreiben, ich versuche es aber
dennoch ansatzweise, also lesen Sie hier wie es sich
wirklich begab:
An 05.06.2006, mein dritter Tag in Japan, war der erste
Schultag im Eurocentres Office, dieses liegt im 4. Stock
eines für “International Exchange” gebauten Hochhauses,
genannt “Rifare Building”.
Die Vereinten Nationen haben dort auch irgendeine
Einrichtung, was genau, das habe ich allerdings bis
jetzt nicht herausfinden können.
Nachdem wir einen kleinen Einführungstest hatten, wurden
wir in verschiedene Lern-Gruppen, je nach Vorkenntnissen.
untergebracht. Ich komme in die “Hana” ( Flower ) Klasse,
was wohl die Klasse mit den wenigsten Erfahrungen ist,
macht aber nichts.
Meine Mitschüler sind alle aus allen Teilen der Erde.
Da wäre zu nennen Aaron aus den USA, Bernard aus
Frankreich, die jüngste mit 16 Jahren: Ekatherina aus
Russland, eine Fra.. einen Man.. na ja also jemanden
der einen plastisch chirugischen Eingriff hat machen
lassen und nun.. Na ja.. ich glaube er ist der Meinung
eine Frau zu sein. Jedenfalls kommt es auch aus den USA.
Franca aus Deutschland. Hans-Peter, geborener Deutscher
der in Finnland lebt. Ines, eine Schweizerin die für ihren
9-wöchigen Aufenthalt in Japan extra ihren Job gekündigt
hat. Und noch einige mehr.
Alle Eurocentres Aktivitäten, die man mitmachen kann
aber nicht muss, werden gemeinsam gemacht, gelernt wird
allerdings in kleinen, ziemlich individuellen Klassen. In
meiner Klasse sind insgesamt 4 Schüler, mich eingeschlossen,
und wie es der Teufel so will, alle sprechen Deutsch!
Da der Unterricht komplett in Japanisch gehalten wird
können wir ab und an dagegen halten und einfach untereinander
Deutsch sprechen. Das bringt die Lehrer außer Fassung,
aber wir treiben es nicht zuweit. ![]()
In meiner Klasse, der Hana Klasse, sind:
Franca, Deutsche aus der Nähe von Schwerin, 20 Jahre alt,
Hans-Peter, lebend in Finnland seiner Frau wegen aber
geborener Deutscher, etwa 50 Jahre alt und schon über
10 Sprachreisen in viele Teile der Welt hinter sich,
und Ines, die erwähnte Schweizerin, etwa 35.
Nachdem die Klassen festgelegt wurden und wir
eine Stunde Unterricht hatten, wurden organisatorische
Dinge geklärt, etwa der Zugang zum WLAN, der bis dato
unverschlüsselt war. Bis zu meiner Intervention:
Nachdem also Yasuko-san über die Gefahren offener
WLAN Netze aufgeklärt war, wurde ich gleich gebeten
doch bitte das Netz abzusichern, was ich, mithilfe von
Yasuda-san, in den nächsten Tagen machen werde,
den das Admininterface des WLAN-Router von
“Buffalo Tech” ist komplett auf Japanisch.
Hat jemand schonmal von “Buffalo Tech” gehört?
Außerdem haben wir einen kleinen Gang durch die
Nachbarschaft gemacht bei dem ich doch glatt und
man lasse sich dies auf der Zunge zergehen:
In Kanazawa, Ishikawa, Japan eine “German Bakery”
gefunden. Ich habe fest auf meiner Agenda
stehen dort einmal die hiesigen Gepflogenheiten
abzunehmen und sicherzustellen das alles zur
Zufriedenheit seiner Majestät, dem Kaiser, läuft.
Leider waren wir soviel unterwegs, das ich es an
dem Tag nicht geschafft habe ins Internet zu kommen
und meinen Blog upzudaten, ich hoffe dazu bald mehr
Gelegenheit zu haben.
Am 06.06.2006, meinem vierten Tag, erst Unterricht
von 09:00 - 13:00 Uhr, und dann Besichtigung des
Kanazawa Caste und eines Museums für traditionelle
Handwerksarbteiten die heute noch in Kanazawa hergestellt
und vertrieben werden. Sehr interessant!
Außerdem haben Franca, Aaron, Hans-Peter und ich beschlossen
am Wochenende für 1-3 Tage noch Tokyo zu fahren und uns
dort von oben bis unten alles anzusehen. Angefangen bei
“Akibahara” - dem Technikviertel, dem Tokyo Tower, den
öffentlichen Cosplay Plätzen, Besuch eines echten
Anime-Café ( die mit den kawaii Bedienungen, wer weiß
was das ist wird es verstehen ) und sehr wahrscheinlich
noch vielem mehr. Yasuda-san, die Administration Woman von
Eurocentres Kanazwawa wird für uns günstige Zugverbindungen,
Hotels - oder sonstige Gelegenheiten - besorgen und kümmert
sich auch meißterlich um viele Details: Versorgt uns mit
Informationen was man machen und wohin man gehen kann.
Das wird sicherlich spannend, auch wenn Franca das
ständige “Aa, so desu nee” von Aaron und mir langsam
auf den Geist geht. Da muss Sie durch.
Erwähnte ich eigentlich bereits das in Kanazawa die
Ampeln wenn auf grün geschaltet wird einen Piepton
von sich geben der an pfeifende Vögel erinnert, Aaron
und ich sind mittlerweile in Übereinkunft gekommen
nie mehr ohne diesen ziemlich markanten Ton über eine
Straße zu gehen, schließlich kann man ja sonst nie
sicher sein! Oder so.. Vielleicht haben wir auch
einfach nur ziemlich viel Spaß ob dieses faxigen
Sounds.
Außerdem fällt auf das Japaner wirklich nicht den
blassesten Schimmer von Englisch haben. Selbst
geringste Ansätze der Verständigung wie ich sie
in einem “Convenience Store” versucht habe.
“How much does this cost?” - stößt auf:
Irre Blicke, stammeln, umschauen, “No Engrish”
sagen und weggehen. Anders bei Leuten die gerade
im Dienst sind: Ein Ladenbesitzer oder Bahnhofs-
beamter sind redlich bemüht trotz keinerler Verständnis
was ich ihnen mitzuteilen versuche irgendwie
dahinterzukommen was ich möchte und mit Händen
und Füßen kann dann das Ziel erreicht werden.
Yokatta!!
So fühlt man sich manchmal wieder wie ein kleines
Kind in einer unbekannten Umgebung. Kein Schild
zu lesen, kein Mensch zu fragen, aber alle
Leute laufen mit: iPods, englischen T-Shirts
und sonstigen, der Europäischen und Amerikanischen
Kultur entsprungenen Merkmalen herum.
Japaner sind wirklich ein merkwürdiges Volk,
aber gerade das macht sie wohl so interessant.
Soviel fürs zweite aus dem schönen warmen Japan,
alle Leser sind nun eingeladen direkt über Los
zu gehen und keine 4.000 Mark einzuziehen.
Kommentare wie immer im Kasten da unten,
oder auch nicht für die Heimlichleser
( Unter der Decke ).
Grüße aus Nihon, Christoph
Nach etlichen 2 Stunden Verspätung ging mein Flieger
nach Narita dann doch noch. Leider habe ich, bis jetzt
noch keine Gelgenheit gehabt Fotos zu machen, da meine
Batterien der Kamera leer waren.
Schade.. Auf der Fahrt nach Kanazawa gab es soviel zu sehen.
Ein kleines Video das ich mit meinem, fast funktionsuntüchtigen,
Handy gemacht habe, habe ich angehängt.
Wer denkt in einer Boeing 747-400 wäre viel Platz, der sei
hiermit eines Besseren belehrt. Ein Terrarium ist dagegen groß
und nicht so warm. Wenigstens konnte ich mich auf dem Flug mit
einem etwa gleichalten Schweizer ( Ja, ich habe den “Wer hat’s
erfunden!?” Witz auch noch mitgenommen, für schlechte
Witze bin ich immer zu haben ) der auch das erste mal
nach Japan flog, unterhalten.
Nach Ankunft in Narita erstmal Überraschung: Der Flughafen ist
irgendwie kleiner als gedacht, kurze Passkontrole plus Visum
für 90 Tage, und den Koffer vom Laufband geschnappt.
( Witzig: Japaner scheinen einen Sinn dafür zu haben Arbeitsplätze
zu schaffen, am Band war jemand die ganze Zeit damit be
schäftigt
die Koffer umzudrehen, damit Fluggäste sie dann bequem am Griff
vom Band nehmen zu können! Ein Hoch auf diesen
namenlosen Helden der Arbeit!)
Zollkontrolle auch kein Problem: Im Flieger konnten bereits
alle nötigen Papiere ausgefüllt werden und der Zoll-Beamte
hatte sogar ein Blatt mit Fragen wie “Planen Sie Haschisch,
Mariuhana oder Koks nach Japan einzuführen?”
auf Deutsch parat, die ich.. äh.. ja.. beneinen konnte.
Die Koffer wurden nichtmal durchleuchtet.
Im Ankunftsterminal, der kleiner ist als man annimmt, habe
ich dann meine Koffer aufgegeben bei dem allseits bekannten
… Tja.. wenn ich das wüßte… jedenfalls war der Koffer einen
Tag später morgens da und das für günstige 1.800 Yen! Ein
Hoch auf… “Die Firma mit dem grünen Schild obendrüber”.
Gekonnt galant .. Tickets gekauft und gemächlich rennend in
den Zug 2 Stockwerke unter dem Ticketschalter gesprungen,
ich hatte ja schließlich ganze 5 Minuten Zeit den “Densha” zu
erreichen. Auf der Fahrt pures Schweigen, pures Bewundern der
Landsch… der Städte und Häuser. Man bekommt irgendwann das
Gefühl Japaner bereiten sich darauf vor bald keinen Reis mehr
zu bekommen, selbst in größeren Städten befindet sich,
wo man es gerade noch unterbringen kann Reisefelder.
Das artet in skurilste Platzausnutzung aus. Der pure Wahnsinn!
1. .. Nein.. Ichiban Station: Tokyo Hauptbahnhof, alles klar!
Keine Probleme den Weg zu finden ( ich kann ja bestens
alles überblicken.. wo sind hier eigentlich Japaner!?
),
Ich da, Zug da, alles klar, dann man rein.. Denkste!
Erst ist die Putzkolonne dran, bei der man sogar als
aussteigener Gast seinen Müll abgeben kann. 10 Minuten
später kann der “blitzeblanke” Zug betreten werden.
“Shinkansen” Tokyo - Echigouya - Max Tokei 135.
Toll! Super Aussicht, super schnell, super freundlich, aber
Unterdessen etwa 3-mal Zugführer, Kontrolleur und
Personalwechsel, wozu auch immer… aber mein Ticket
musste ich nur einmal zeigen. Zudem verbeugt sich der
jeder Zugbedienstete höflich mit einem “Arigatou Gozaimasu”
wenn er durch ein Abteil gegangen ist, auch wenn er
nichts wollte und nur durch musste. Sehr höflich!
In Echigouya angekommen habe ich, als alter Hase
im Japan-Densha Geschäft, meinen Zug gefunden
um also endlich in Kanazawa, Hauptstadt der Präfektur
Ishikawa anzukommen. Groß.. Sehr groß! Lustige kleine
Japaner wuseln überall geschäftig herum. Wer gerade
keinen Anzug, eine Uniform oder Schuluniform trägt muss
zwingend auffallen, das geht gar nicht anders.
Am Taxi-Stand, wie hätte man es anders erwartet,
geht am Taxi die Tür automatisch auf und wieder zu. Der
Taxi-Fahrer tippt die Adresse in sein Allzweck GPS + TV-Gerät
ein, und schaltet wieder aufs TV. Ich konnte mich nicht
entscheiden, Fernsehen oder nach draußen schauen…
Ich habe dann den Mittelweg gewählt.
Angekommen bei Tooshi und Sooto Yamamiya, beides Rentner,
kann ich erstmal duschen und bekomme ein fürstliches Essen
aufgetischt. Aber was für Portionen.. Ungefähr 12 Täfelchen,
Dosen und Tellerchen umrunden, ja man möchte fast meinen
umstapeln mich und laden zum herzhaften Zulangen ein.
Gesagt, getan. Einiges ist man aus Deutschland gewohnt:
Etwa Tomaten, Salat und Fisch, anderes aber nicht: Echter
Japanischer Reis etwa, komplett anders als der deutsche.
Ziemlich merkwürdige Soucen die man auf das Essen gibt,
oder ziemlich merkwürdiges Fleisch.. keine Ahnung von
welchem Tier, geschmeckt hat es aber bestens!
Danach umkippen und schlafen im Bett .. äh auf dem Futon.. siehe Bild.
Tag 2 - 12:30 Uhr Japanischer Zeitrechnung, mein Koffer
langweilt sich schon unten im Flur, stehe ich gerade auf,
Peinlich aber ich war sooo müde… schnell mein Willkommensgeschenk,
( Deutsche Schokolade, Mozartkugeln ) überreicht und die beiden
waren erstmal überglücklich. Scheint ne gute Idee gewesen zu sein!
Nach dem Frühstück, Notiz an mich selber: Wenn dich ein Japaner
fragt ob du ein oder zwei Toast haben möchtest, nimm nur EINES!!
Toasts scheinen direkt aus Amerika importiert zu werden, denn
sie entsprechen von der Größe her etwa 4 herkömmlichen “deutschen”
Toasts sowohl in der Höhe als auch in der Breite + unsäglich viele
Schüsselschen, Tellerchen und dem ganzen obligatorischen Kram.
Aber: Sugoi!!! ist es! ( Toll! Großartig!)
Dann erster Ausflug in die Stadt Kanazawa, zum “Rifare Building”
wo die Eurocentres, Kanazawa Schule ihren Sitz im 4. Stock hat.
Kauf einer mehr oder minder günstigen Monatskarte, die ich hätte
niemals ausfüllen können ohne Hilfe meiner “Okaasan” ( Mutter )
in Japan, weil Überraschung: Alles auf Japanisch!
Verblüffend wie oft man auf deutsche Anspielungen in so einer
Stadt trifft: Japaner mit deutscher Flagge auf einem nachgemachten
Bundeswehr Hemd ( soll wohl cool wirken ), Häuser und Produkte mit
deutschem Namen … sowie Werbung für die bevorstehende WM in
Germany.
Zurück in dem Haus meiner Gastfamilie Entdeckung der ersten
Gemeinsamkeit aus dem IT-Bereich: Offene WLANs hier wie dort.
Leider alle außer Reichweite um eine ordentliche Verbindung
aufzubauen, werde mein Laptop mal woanders hinstellen, natürlich
nur um die genaue Richtung des WLAN zu orten und den örtlichen
Besitzer über äh.. dies und das aufzuklären.
Abends dann Besuch eines japanischen… ich meine Französischen
Restaurants, wer immer schon mal wissen wollte wie es in Japan
ist, besuche ein japanisches “France Restaurant”, denn außer
dem Schild hat das ganze soviel mit Frankfreich zu tun wie
Peter Pan mit Klingonen. Man sitzt typisch Japanisch vor einer
Theke mit angebrachtem Tisch und kann dem “Chef de la Cuisuine”
beim Arbeiten zuschauen. Während der Gänge .. und es waren
viele Gänge.. wird einem ein nasses warmes Handtuch gereicht
mit dem man irgendwie alles um sich herum abputzen kann,
sich selbst eingeschlossen.
Nachdem dann auch allen klar war das ich Deutscher bin,
meine Gastfamilie legt viel Wert darauf allen Leuten dies
sofort mitzuteilen, wurden der freundlichen Bedienung kurzerhand
ein paar Brocken Deutsch beigebracht woraufhin sich selbige,
vor Begeisterung, kaum wieder einbekam und mit dem Küchenchef,
der erstmal seinen gesamten Vorrat an deutschen Wörtern
herausgeholt hatte ( die müssen da lange gelegen haben )
gefachsimpelt über deutsche Autos und deutsches Essen. Am
Ende wurden wir dann vom Küchenchef persönlich hinaus
geführt welcher sich tausendmal bedankte und mich noch
mit einem echten Händedruck verblüffte.
In diesem Sinne: Itadakimasu! ( Grußformel vor dem Essen )
Ich glaube nicht erwähnen zu müssen das so ziemlich alles
was in Japan die Bezeichnung Laden trägt, bis spät in die
Nacht geöffnet hat, erwähne es aber trotzdem um hier eine
kleine aber feine Kritik am bundesdeutschen Ladenöffnungszeiten-
gesetz anzubringen. Alleine das ist schon ein Grund umzuziehen.
Wenn da nicht die Sprachbarriere wäre! Jetzt fällt es mir
besonders auf was ich schon kann und was nicht. Besonders
Verben und Eigenschaftswörter fehlen mir an allen Ecken und
Enden. Allerdings sind die beiden Yamamiyas sehr bemüht und
große Probleme gab es bisher auch keinerlei.
Als letztes noch für alle die es noch nicht wussten, oder bereits
wussten aber nicht glaubten: Um Punkt fünf Uhr wird hier in den
Wohngebieten Kanazwas eine klingelnde melodische Musik gespielt
damit die kleinen Kinden wissen: Genug gespielt, ihr müsst jetzt
nach Hause gehen.
Hai, soweit mein Bericht aus good ol’ Japan, es grüßt
“Christoph-san” der hiermit wieder zurück an die
angeschlossenen Kommentare abgibt.
Habe das Video, aus Kosmetikgründen mal in den
“Videos” Bereich gepackt. Siehe Navigation oben.
Grüße aus Amsterdam Shipol meinem Zwischenlandeflughafen.
Schön das Wireless Lan quasi nichts mehr kostet, günstige
6 € für 30 Minuten, oder 10 € für den ganzen Tag. Soviel zur
Bescheidenheit. Egal, hauptsache Internet! *lechz*
In knapp 2 Stunden werde ich von Gate E18 in einer Boeing 747-400
nach Tokio fliegen. Und wenn ich Gate E18 sage, meine ich
Gate E18. War ich anfangs, sprich bei Gate E1 bis E8 noch
der Meinung locker zu Fuß dahinzugehen, entschied ich mich
ab Gate E10 dann doch die praktischen Laufbänder zu benutzen,
nur um um 10 Meter weiter hinter einer Horde Amerikaner
festzustecken… Na gut.. Wenigstens nicht laufen.
Der Flug von Düsseldorf war traumhaft, aber kurz.
Freie Sicht auf Hollands wie auf dem Reißbrett geplanten
landwirtschaftlichen Anlagen. Jeder Bauernhof verfügt über
eine eigene hochmoderne Windmühle(!?), mir fällt gerade das
richtige Wort nicht ein. Wem es einfällt, Kommentieren!
Interessant ist es hier allemal, der obligatorische McDonalds,
in dem ich hier gerade mit meinem Notebuch sitze, ist im Ersten
Stock, wobei man schön nach unten auf die hetzenden Reisenden
blicken kann. Zudem fahren ständig irgendwelche an Autoscooter
erinnernde Fahrgeräte umher, die haarscharf an harmlosen
Reisenden vorbeischrammen.
“Mann von Autoscooter überfahren an Flughafen” - muss eine
häufig zu lesende Headline sein.
Soviel fürs erste aus Amsterdam. Report Ende. ;D
Noch ziemlich genau 8 Stunden bis mein geliebeter Wecker mich aus meinem Winterschlaf befreien wird und ich bestens gelaunt aus meinem Bett springen und jauchzend den neuen Tag begrüßen werde..
Okay das war gelogen, macht aber nix. In Wahrheit werde ich eher noch 2-3 mal auf den Wecker hauen, wenn dieser um 5 Uhr morgens.. in Worten: FÜNF UHR MORGENS klingeln wird und ich mich so langsam auf die Fahrt.. den Flug.. die Reise.. the Journey .. aufmachen werde. Kleines Bonmot am Rande: Fragt mich heute mein bester Freund doch glatt: “Wann fliegt dein Zug nochmal los?”
Irgendwie habe ich das Gefühl irgendwas vergessen zu haben, aber keine Sorge, es wird mir sicherlich noch früh genug einfallen,
nämlich genau dann wenn es zu spät ist.
Wer noch eine Postkarte von mir aus Japan erhalten möchte, schreibt mir seine Adresse an DIESE E-Mail Adresse. Einsendeschluss ist wie immer der kommende Dienstag.
In diesem Sinne: Yatta!
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