Das Problem mit der Zeit…

Mittwoch, 14. Juni 2006 (01:28 CEST)

Dienstag, 13.06.2006 endlich wieder Zeit einen
Eintrag zu schreiben, am Wochenende, bereits
einige Male erwähnt, war das Kanazawa
Hyakumangoku Festival… Unbeschreiblich,
die Mengen wogten hin und her und ein
kleiner ( mehr oder minder ) Gai-jin mittendrin.
Das Festival startete am Samstag mit einer
Parade durch Kanazawa, für das die
Hauptverkehrsstraße gesperrt wurde
und endete am Sonntag Abend mit einem
Lichtspiel am Kanazawa-jo ( dem Schloss ).
Fotos und vor allem die tollen kurzen
schnuckeligen kleinen Videos dazu sind
bereits auf die Festplatte gebannt,
harren aber noch ihrem Upload.

Ich empfehle allerdings nicht über
die A9 Videos zu sehen sondern direkt
die beschilderte Abfahrt Richtung Japan
zu nehmen, um a) Stau zu vermeiden,
b) Vor schlechter Sicht geschützt zu
sein und vor allen Dingen um DABEI zu sein.

Nach dem Fest war dann gemütli….
NEIN, nicht gemütliches Nachhause-
gehen angesagt.
Nachdem “irgendjemand” das Festival
offiziell für beendet erklärt hatte
liefen bereits Leute vom Staff mit
Lautsprechern durch die Gegend, welche
die Zuschauer aufforderten zu gehen und
die Aufräumarbeiten nicht zu behindern.
Uns wurde dann mehr oder minder akurat
bedeutet unsere sieben Sachen zu packen.
Und wahrlich man hatte das Gefühl:
Wenn morgen noch irgendetwas an dieses
Festival erinnert dann höchstens noch
Bilder.
Aufbauten wurden abgebaut,
Fahnen abgehängt, Straßen Millimeter
für Millimeter von allem bereinigt
was nicht niet- und nagelfest war
und selbst im großen Kanazawa
Hauptbahnhof wurden die riesigen
Fahnen und Flaggen abends noch
abgeseilt.

Morgens, halb zehn in Japan.
“Festival? Hier? Nie gehört!”
Schade eigentlich…

Mittlerweile wird mein Japanisch
immer besser, das Tempo der Lehrerinnen
ist hervorragend und Übung bekommt
man quasi an jeder Ecke.
Wenn man übrigens meinen Namen in
Katakana schreibt und dann wieder
rückübersetzt heiße ich etwa so:
“Kurisutofu”
Wer jetzt lacht, muss eine Runde
Straf-Kommentar schreiben!

1 : 3
Ja, genau. Japan hat gegen Australien
verloren. ich erwähne es nur der
Vollständigkeit halber hier. Die
Nachrichten und Sendungen in Japan
dagegen sind voll mit Analysen und
Torchancen. Verpatzen Bällen und …
ja.. und auch dem einzigen Tor das
die Japaner geschossen haben.
Man könnte man meinen das Tor wäre
aus 200 verschiedenen Kameraperspektiven
aufgenommen worden, so oft wird dieses Tor
gezeigt.
Dabei waren die Japaner vor dem Spiel
noch soooooooo siegessicher.
Als quasi Beweis wurde sogar in der
morgendlichen News-Sendung, vor
dem Spiel, eine Simulation,
anhand der Bilder mutmaßte ich
das dort FIFA 2006 in der Playstation
Variante benutzt wurde, gezeigt
die einen klaren Gewinn Japans
darstellte.

Viel wichtiger meiner Meinung nach:
Es ist mir heute gelungen auf einer
Packung Taschentücher, die hier
übrigens kostenlos an Passanten
verteilt werden, eine ganze
Textpassage in Katakana zu lesen.
Und das beste: Ich wußte sogar
was es bedeutet!!

Soviel zur Freude des Christoph,
an die, und ich maße mir an dies
hier so zu sagen, befreundeten,
oder zumindest freundlich gesinnten
Blogleser hier wie dort, hüben wir
drüben, drüber wie drunter oder
……. so.

Ich bitte zudem hier um Nachsicht
ob meiner massiven Rechtschreib-
und Grammatikfehler. Da ich jedoch
kaum Zeit finde überhaupt Texte zu
schreiben geht die Korrektur oft
gänzlich den Bach hinunter. Ich
empfehle daher einen Duden, viel
Geduld und zweimaliges Lesen vor,
nach und während der Mahlzeiten
sowie ( soshite ) dreimaliges
tägliches Amüsieren und den Bauch
halten ob der von mir an Sie
vorgesetzten Kost.

Es grüßt herzlich nach Deutschland,
Christoph “Kurisutofu”
aus Japan


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3 Antworten zu “Das Problem mit der Zeit…”

Schumi schrieb am Mittwoch, 14. Juni 2006 18:38 Uhr :

Huhu Christoph - ääähhh “Kurisutofuâ€?
Hauptsache du sprichst nach deiner Reise noch nen Wort Deutsch ^^
Aber ist schon krass wie akorat da aufgeräumt wird - und wie konsequent - das sollten die mal in Deutschland versuchen ;-)
Macht wirklich Spaß deine Berichte zu lesen. Wenn es nicht so weit wäre, würd ich morgen mal mit meinem Fiesta gucken kommen ^^
Naja, viel Spaß noch :-)
Gruß
Schum

Stefan schrieb am Donnerstag, 15. Juni 2006 01:23 Uhr :

Da könnte man ja fast meinen die Vorurteile würden sich umkehren. Die Japaner scheinen es ja mit den sonst für so typisch deutsch gehaltenen Tugenden wie die Ordnungsliebe und das strickte nach Vorschrift arbeiten noch um einiges genauer zu nehmen wie man an dem Festival sieht. Muss aber schon ein komisches Gefühl sein wenn mitten beim Festival mit dem Abbau angefangen und einem dann auch noch nahe gelegt wird zu gehen.
Hiermit gebe ich bei tropischen Temperaturen schwitzend zurück an das andere Ende der Welt.

Mechthild + Peter schrieb am Donnerstag, 15. Juni 2006 10:26 Uhr :

Hallo Christoph,
es ist eine Freude deine Berichte zu lesen.
Viel Spaß weiterhin und viele bleibende Eindrücke besonders am Wochenende in Tokio!!

wünschen dir aus Stromberg

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