Japan aus dem Blickwinkel eines Betrachter

Freitag, 9. Juni 2006 (10:39 CEST)

oder: Christoph und wie er die Welt sah.

Heute mit dabei: Lustige Japaner, ne Schnur,
Aaron der Amerikaner, Christoph der mit
einem Regenschirm fliegen lernt und natürlich
der Maus und dem Elefanten.

Das war Deutsch!

Tag 6 in Japan, es ist wie immer brütend warm,
stelle ich fest das es in Japan kein Problem
ist: Wo man gerade geht und steht, zu schlafen.
So sind Schlafende in Bussen und Bahnen schon
gar nichts mehr besonderes. Interessant wird
es wenn auch auf dem Gehsteig, auf öffentlichen
Bänken, in einer Bücherei oder einfach am
Arbeitsplatz, den Kopf in den Schoss fallen
lassend, geschlafen wird.
Nur um das nochmal klarzustellen: Ich habe
bis dato noch keinen einzigen Obdachlosen
in Japan gesehen. Jeder scheint einfach
bei Bedürfnis sich einen bequemen Platz
zu suchen und zu schlafen, es kümmert sich
solange keiner um den Schlafenden wie dieser
keine Gesetze bricht: Wie etwa in einer
Einfahrt oder anderweitig falsch zu liegen.

Heute gab es in der Schule eine kleine Zeichen-
einführung, bei der ich erstmal leidvoll erkennen
musste, bei meinem Studien zuhause mit dem falschen
Zeichensystem angefangen zu haben.´Zur Wiederholung:
Japaner haben drei Zeichensysteme:
Hiragana, Katakana und Kanji.
Ich habe mit dem lernen der Hiragana angefangen
aber die Katakana sind viel leichter zu lernen,
da Hiragana in Japanischen Sätzen oftmals nur
die Grammatik bilden oder Partikel.
Im Katakana dagegen werden alle neuen
Wörter und ausländische Wörter geschrieben,
wie etwa mein Name, Computer oder anderes.
Das hat für den Studierenden den Vorteil
bereits bekannte Wörter in Katakana abbilden
zu können und nicht mit Bruchstücken oder
Partikeln arbeiten zu müssen.

Münzen: Münzen Münzen Münzen,
Wenn ich den in die Finger kriege
der jemals in Japan die 1 Yen Münze
eingeführt hat!
Mein Portemonaie läuft über mit kleinen,
runden und teilweise “gelochten” Münzen,
darunter auch viele besagte. Und das bei
normalen Preisen die bei 100 Yen losgehen,
wie zum Beispiel der tolle Regenschirm
den ich mir in einem 100 Yen Shop gekauft
habe, eine Art 1 Euro Shop in Japan.
Warum der Regenschirm? Es gibt angeblich
ein Sprichwort in Kanazawa das besagt:
“Du kannst dein Mittagsessen liegenlassen,
aber vergesse nie deinen Regenschirm wenn
du in Kanazawa bist.”
Nun ja, jedenfalls hat es an diesem Tag
wirklich das erste mal.. “geregnet”,
obwohl ich der Meinung bin das dies die
Bezeichnung Regen nicht verdient hat.
Japanischer Regen ist irgendwie anders.
Vermutlich liegt es am warmen Wetter,
denn es wird nichtmal kühler wenn es regnet,
also irendwie sehr merkwürdig.

Wie immer: Kommentare unter diesem Satz.

Es grüßt

Christoph, der beschäftigte Blogschreiber
aus Japan, dem verrückten Land


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5 Antworten zu “Japan aus dem Blickwinkel eines Betrachter”

Stefan schrieb am Freitag, 9. Juni 2006 21:56 Uhr :

*Überlegt sich grade mal wieviel 1 Yen überhaupt in Euro ist* Das kann nicht aber nicht grade viel sein.
Ich finde diese Schlafmentalität der Japaner echt beeindruckend. Nirgendwo sonst darf man ungestraft während der Arbeit einnicken.

Christoph schrieb am Samstag, 10. Juni 2006 06:36 Uhr :

Ja genau, 100 Yen sind schon so gut wie nichts in Euro,
1 Yen ist dagegen gaaar nichts.

Diese Mentalität ist echt .. äh.. gewöhnungsbedürftig.
^^

Micha schrieb am Samstag, 10. Juni 2006 21:17 Uhr :

Seht selbst, wieviel 1 Yen in Euro sind

http://www.google.de/search?hl=de&q=1+yen+in+euro&btnG=Suche&meta=

Das ist in der Tat nicht sehr viel ;)

Christoph schrieb am Sonntag, 11. Juni 2006 09:06 Uhr :

Oder in BigMacs:
Ein BigMac kostet in den folgenden Ländern:
Germany: 3,58 Dollar
USA: 3 Dollar
Japan: 2,50 Dollar
China: 1,26 Dollar
;)

Bernard schrieb am Donnerstag, 6. November 2008 06:32 Uhr :

a good theme, and you can read more

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