Das erste Mal Hofbräuhaus
Heute hat es endlich geklappt, nachdem ich bereits fast ein Jahr hier in München wohne, bin ich heute, mit einer größeren Gruppe von Kollegen im Hofbräuhaus gewesen.
Es kleiner als ich es erwartet habe, aber dafür noch klischeehafter und kommerziallisierter als ich es mir hätte träumen lassen. An der Decke sind traditionell bayrische Motive zu entdecken, aber vor lauter Chinesen oder sturzbesoffenen Engländern sieht man die Bayrische Fahne nicht mehr vor Augen. Eine kräftige Kapelle spielt so eine Art Live-Musik ( die besten Schunkel-Jodel-Sauf Lieder seit Ende des I. Weltkrieges ) und die Bedienung ist so freundlich als würde der Laden morgen wegen Reichtum geschlossen werden. Und das wäre auch kein Problem denn die vielen Security Männer mit Stöpsel im Ohr würden schon für reichlich Platz sorgen. Ausgeschenkt wird natürlich nur echtes selbstgebrautes Hofbräu-Bier bzw. für mich Apfelschorle ( damits nicht so auffällt das man kein Bier trinkt ( “Nein, das ist schon Bier, nur in nem kleineren Glas.” )).
Das Essen ist gut, der Leberkäs ist aus, aber immerhin gehts schnell. Preislich sind se hier so unverschämt wie generell in München, also gewohnt teures Niveau! Da hilft nur: Bei der richtigen Firma arbeiten, irgendwie bezahlen sich Rechnungen bei uns immer von selbst. Witziges Detail am Rande war der in einem ziemlich holländisch akzentuiertem Deutsch sprechende Tischnachbar, der sich darüber aufregte das die Leute hier doch nichts mehr vertragen würden und sowieso alles voller Chinesen wäre. Gut, wenn der Satz jetzt von einem typischen Bayern gekommen wäre, kein Thema, aber ein Holländer? Oder zumindest jemand der so klingt?
Trotzdem war unsere Runde echt lustig und wenn man mal alle versammelten Nationalitäten zusammenzählt kam man auf die Zahl 7, bei 10 Leuten schon nicht schlecht.
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