Zeitschleife!?

Geschrieben am: Samstag, 24. Juni 2006

Guten Tag liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ich darf verkünden mal wieder in Amsterdam
Shipol am Flughafen zu sitzen, in diesem komischen
McDonalds der aber Gott sei Dank einen sauteuren
WLAN Access-Point in Reichweite hat.

Amsterdam.. Ich gewöhne mich langsam an diesen
Flughafen. Alles so.. niederländisch hier.
Statt Mayonese gibt es “fritessaus”, obwohl mir
der Niederländer Mayonese angesagt hatte.
Na gut, besser als der McDonalds im Narita Airport.
Dort gab es nur ziemlich spezielle japanische Burger.

Der Flug von Tokyo nach Amsterdam war diesmal
erfreulich angenehm. Ich bin froh einen Sitzplatz
am Gang genommen zu haben.

Man kommt sich allerdings den ganzen Flug über
ziemlich merkwürdig vor:
KLM, meine Fluggesellschaft versucht auf die
sehr speziellen Wünsche der japanischen Kundschaft
einzugehen, was in interessante Situationen mündet:
Alle Durchsagen werden 3 mal gemacht.
Auf Niederländisch und Englisch vom Capitän selber
und auf Japanisch von einer Japanischen Flugbegleiterin.

Während des Fluges hat man die Wahl zwischen dem
“Europäischen” Essen und dem speziell Japanischen.
Als Zwischensnack gibt es entweder warme japanische
Nudelsuppe, oder Ice-Cream.

Die Anzeigen über Flugzeit, Dauer und desweiteren sind
auch in 3 Sprachen, auch die Flugbegleiter wechseln
fließend zwischen Englisch, wie in meinem Fall, Japanisch,
wie im Falle der zwei Japaner die neben mir saßen und
Niederländisch, wie bei dem Niederländer vor mir.
Ein Gewirrwarr sondergleichen. Wäre ja sonst auch
nur zuuu einfach.

Dennoch:
Was auf dem Papier noch nach einer Spazierfahrt aussiehrt.
Abflug 11.30 - Ankunft 16:20 Uhr
entpuppt sich in Wahrheit als die leider allzu bekannte
Tortur des 11 stündigen Flug von Europa nach Japan.
Ich empfehle gutes Sitzfleisch und einen Sitz am Gang.
So oder so ziehen sich 11 Stunden doch seeeehhhrrr arg.
Da helfen die mittelmäßigen Spielfilme auch nicht wirklich
weiter.

Mein Beruf der Woche:
Steward… Flugbegleiter.
Hut ab vor diesem Beruf!

Aus der Zeitschleife gebe ich direkt ab
an die Kommentare aus dem Delta-Quadranten.

Es grüßt

Christoph aus Amsterdam



Der Anfang vom Ende

Geschrieben am: Samstag, 24. Juni 2006

Ich sitze am “Computer Desk” am Narita Airport,
erwähnte ich unten noch das der Flughafen relativ
klein ist?
Völlig falsch!
Der Flughafen ist riesig! Der Limited Express von Tokyo
nach Nartia hält sogar einmal an Terminal 2 und an Terminal 1.
Sehr praktisch: Am Mittwoch bereits hat meine Gastfamilie
mein Gepäck mit dem Service “UNBEKANNTER NAME” aufgegeben,
sodaß ich bequem nach Narita reisen konnte und an meinem
Departure Gate dann meinen Koffer abholen konnte der bereits
sehnsüchtig auf mich wartete. Dieser Service fehlt in
Deutschland wirklich noch!

Nachdem ich in Nartia angekommen war ging ich zu einer
speziellen Bushaltestelle an der Busse zu Hotels halten.
Ich hatte eine Reservierung im “APO Nartia Airport Rest House”.
In den Bus gesprungen, eingecheckt und wohlgefühlt.
Das Hotel war wirklich gut und bot alles was man benötigt.
Morgens dann dasselbe Spiel zurück und am Flughafen am KLM
Schalter eingecheckt. Mein Koffer war leider etwas zu schwer,
sodaß ich Nachzahlen musste, aber es hätte schlimmer kommen können.
Verglichen mit den Preisen in Amsterdam ist der Internet Zugang
hier am Nartia Airport mit 500 Yen ziemlich günstig. Geht doch!

Der Abschied von meiner Gastfamilie am Bahnsteig von
Kanazawa Bahnhof war wirklich rührend. Irgendwie hatte
ich im Kopf eine Phrase der Wikipedia die da sagte:
Japaner mögen keine Berührungen, aber so herzlich
wie mich meine Oka-san und Oto-san verabschiedeten
kann das einfach nicht wahr sein.
Ich werde das schöne Kanazawa wirklich vermissen.

Ziemlich genau der beste Ort um Japanisch zu lernen
und zu leben. *hach*

Ich werde ziemlich viele vermissen woran man sich
gewöhnt hat:
Die Pünktlichkeit der Züge
Die Getränkeautomaten an jeder Ecke
Die langen Öffnungszeiten
Das gute Essen
Die sauberen Straßen
Die SICHERHEIT und das gute Gefühl in
einer unverdorbenen Gesellschaft zu leben
und jede Menge mehr……

Am letzten Schultag im Eurocentres Building
musste jeder eine “Graduation Speech” auf
Japanisch halten der diese Woche nach Hause
fährt.
Ich war der erste der seine … “rührende” Rede
halten sollte.
Scherz beiseite.. mein Japanisch ist noch nicht
so gut um eine spannende Rede zu schreiben aber
ich habe mein bestes gegeben und die Lacher
waren eindeutig auf meiner Seite. Job done!

Danach gab es ein Zertifikat über die erlernten
Japanisch Kenntnisse.
Ich habe nun: Level 1 erreicht. Von 10.
Wuhuu.. 9 to go! ;)
Na ja, ich habe Zeit und Muße.

Es grüßt aus dem weiten weiten Netz,

Christoph

von Nartia Airport



Mit dem Schrecken davongekommen

Geschrieben am: Mittwoch, 21. Juni 2006

Mir geht es heute wieder besser und wie man lesen
kann bin ich dazu gekommen auch in die Schule
zu gehen und meinen Blog upzudaten.

Also alles wieder im Lot aufem Boot!

Ich habe außerdem die Gallerie geupdatet und
dort sind nun auch die Bilder von Tokyo zu finden.

Gruß

Christoph “totemo genki desu ne!!!” Blogschreiber
aus JAPAN

KOMMENTARE ONEGAISHIMASU!



Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Geschrieben am: Dienstag, 20. Juni 2006

Heute eine Geschichte aus eher schlechten Zeiten.
Habe die Nacht mit Fieber und Durchfall verbracht
und habe keine Anstalten gemacht zur Schule zu gehen.

Beste… Gelegenheit einmal in Japan einen
Arzt zu besuchen, man sieht ja sonst nichts
vom Land. In Japan geht man nicht einfach nur
zum Arzt: Man geht zur “Internal Medicine Clinic”.
Ein Empfang mit drei Arzthelferinnen.. oder sagt
man hier Schwestern(?) und drei Türen.
Eine Tür betitelt mit “Examination Room” und
eine mit “Treatment Room”, wofür die dritte
war bleibt im Raum stehen.
Natürlich entledigt man sich auch hier am
Eingang seines Schuhwerks, meldet sich am
Empfang an und wartet dann in einer Art Lobby,
ausgestattet mit diversen Zeitschriften und
einem Fernseher, auf den Einlass in den
Examination Room. Der Arzt spricht erfreulicher-
weise ein klägliches Englisch sodaß mein Leiden
irgendwie dann doch erklärt werden kann.
Interessant ist die Arbeitsweise des Arztes:
Patient und Arzt sitzen längsseits seines
Schreibtisches auf dem sowohl ein Desktop-PC
als auch ein Notebook stehen.
Ich habe also freien Blick auf die Software
des Arztes und kann seine Eintragungen genau
beobachten. Mit einer Art “Mini-Paint”-Software
wird dann in einer Grafik eingefärbt wo genau
mein Problem liegt, nachdem ich vom Arzt etwa
10 Minuten lang auf dem Bauch ziemlich hart
abgetastet wurde. Nichts für weiche Knochen.
Und als hätte ich es geahnt kommt auch prompt
die Diagnose: “Bakterielle Vergiftung”
hervorgerufen durch schlechtes Essen.
Gedanken an das frühere, frühe 21. Jahrhundert
schießen in meinen Kopf, als ich mich
mit eben so einem Leiden erfolgreich auf
einer hemmungslosen, jugendzersetzenden und
vorwiegend männlich dominierten “LAN-Party” dem
drohenden Moralverlust alias known as Wertewandel
entziehen konnte. Soviel dazu….
Nach der Behandlung gibt es dann das Rezept für
etwa 6 verschiedene Medikamente und …
ja.. und die nicht zu knappe Rechnung.
Und als wäre es nicht genug damit getan befindet
sich gleich gegenüber eine, für den Intellekt eines
durchschnittlichen Europäers KEINESFALLS auch nur
annähernd irgendwie erkenntlich gemachte, Apotheke
in der mir die Medikamente für etliche Yen dann
auch noch überreicht werden.

Ich meine: Welche Erwartungshaltung habe ich
wenn ich vor einer Apotheke stehe?
Merkmale die diese als ebensolchige ausgeben!
Vielleicht ein Kreuz, oder eine Schlange oder
ein großes “A” oder von mir aus auch “P”, ja
als gebildeter Mensch könnte einem sogar ein
Halbmond weiterhelfen.
wer aber, erwartet das die Apotheke eine kleine
niedliche Katze als Maskottchen hat und man so
den Eindruck gewinnt:
“mmh… Große Lettern über diesem Haus verkünden
etwas das ich nicht lesen kann, aber dieses
Katzen-Logo daneben - alles klar, das muss eine
Tierhandlung sein.”
Gut das mich mein “Otosan” begleitet und ich
eigentlich nur hinterherlaufen muss. Dinge wie:
“Gut das ich zumindest schon laufen gelernt habe!”
schiessen einem dann in den Kopf.

Es grüßt kurz und knapp
Christoph



Tokyo und andere Scherereien

Geschrieben am: Sonntag, 18. Juni 2006

Tokyo, den 18.06.2006 - Ich befinde mich in einem
mit bequemen Sofas ausgestatteten Wartehalle und
harre der Dinge die da kommen. Um genauer zu sein:
Ich warte auf den Max Toki 333, einem Japanischen
Shinkansen der mich blitzschnell ( Na ja, zumindest
“ganz schön schnell” ) von Tokyo nach Echigo-Yuzawa
bringt. Mein Aufenthalt in Tokyo war … so lala …
Leider habe ich wohl abends in einem Restaurant etwas
gegessen was mir nicht gut bekommen ist und so
ist aus dem 2 Tages Trip ein SUPERTOLLER und
ein ziemlich schlechter Tag geworden. Tokyo nur für
2 Tage zu besuchen ist eh schon ein Verbrechen für sich.
Dann aber noch an einem Tag einen verstimmten Magen
zu haben ist wirklich mehr als ärgerlich.

Unsere hochgesteckten Ziele was wir nicht alles
besichtigen wollten waren eindeutig zu hoch angesetzt.
Doch zuerst zu den erfreulichen Dingen der Tour:
Tokyo ist voller hilfsbereiter und englisch-sprechender
Menschen, mag man kaum glauben - ist aber so.
Schon bei der Ankunft am Bahnhof, als wir uns noch
hilfesuchend nach der Richtung umschauen bot sich
ohne gefragt worden zu sein ein Japaner an uns den
Weg zu zeigen und noch ein paar Tipps zu geben.
Zwei Stunden später führt uns ein zufällig nach der
Richtung gefragter Japaner in bestem Englisch zur
20 Minuten entfernten Post und gibt uns beste
Restauranttipps. “Er hätte eh gerade Feierabend”
wird uns zu verstehen gegeben. Wir sind begeistert!

Frisch mit Geld und schmackhaftem Essen versorgt
geht es weiter nach Shibuja dem jungen trendigen
Viertel. Das ganze in Worte zu fassen ist quasi
unmöglich. Café an Café, Restaurant an Restaurant,
Vergnügung pur. Riesige Menschenmassen wälzen sich
bei grün über die Straße und bleiben doch wieder
stehen wenn es rot wird. Riesige Monitor auf den
Wolkenkratzern bedeuten uns freundlich doch bitte
schön hier etwas zu konsumieren.

Unser Hotel “Fukudaya” ist .. na ja.. äußerst
Japanisch eingerichtet. Sehr kleines Zimmer
plus ein noch kleineres Zimmer für Teezubereitung.
Eine Gemeinschaftsdusche auf dem Gang und von der
Winz-Toilette sprechen wir am besten gar nicht erst.
Doch der Hotelbesitzer ist äußerst bemüht, wenn auch
etwas schrobig. WLAN gibt es im Hotel for lau und
der krönende Abschluss des Eincheck-Vorgangs:
Der Hotelbesitzer verkauft an Gäste sehr günstig
( 2.500 Yen ) Kimonos. Gesagt, getan, seid heute
bin ich im Besitz eines echten Kimonos - STARK!

Später abends Besuch eines Vergnügungscenter in dem
die neuesten Automaten-Spiele gespielt werden können.
Wer jetzt denkt das wäre Technik aus dem letzten
Jahrhundert, der irrt gewaltig.
Grafik und Spieltechnisch können diese Automaten
ohne Probleme mit Computerspielen mithalten.
Vom komplexen Online-Rollenspiel bis zur
Pferderennsimulation oder den allseits
beliebten Dating-Games ist alles vorhanden
was Japans hippe Jugend konsumieren gelassen
wird. Siehe Bilder in der Gallerie.

Dann Besuch in Akihabara dem Technikviertel von
Tokyo - man fühlt sich einfach nur zuhause.
Einige CDs, DVDs und Hardwarekäufe später
fangen die Tragetaschen an zu drücken.
Scherz beiseite - Akihabara hat zwar quasi alles
und meißtens auch verglichen mit deutschen Preisen
ziemlich günstig, aber trotzdem kann man sich kaum
etwas leisten. Ein iPod G5 für 200 Euro ist toll,
aber die muss man auch erstmal über haben.
HD-DV-Kameras und BlueRay-Discs sind nichts für
arme Japan Touristen. Aber trotzdem habe ich mir
ein wenig gekauft: Eine Anime-DVD und eine
eine echte, ziemlich günstige, Japanische
Tastatur von Logicool. Ja, richtig gelesen:
“Logicool” - das scheint der Name zu sein unter
dem “Logitech”, der bekannte Maus- und Tastaturen-
hersteller, in Japan seine Produkte vertreibt.
Ich denke mit der Tastatur wird es etwas einfacher
auch Japanische Texte zu schreiben wenn ich wieder
in Deutschland bin.

Tag 2 in Tokyo nach einer kaum geschlafenen Nacht,
mir geht es ZIEMLICH schlecht, quasi ein echtes
“Morgengrauen”. Erstes Tagesziel: Besuch des
Meji-Schreins. Nach etwa 20 Minuten U-Bahn Fahrt,
hier nochmals ein Lob auf die Japanische Pünktlichkeit
wobei das in diesem Umfeld wirklich keine Rolle spielt,
denn etwa alle 3 Minuten hält eine neue U-Bahn zum
gewünschten Ziel, kommen wir im großen Yuyugi Park an.
Beeindruckender Bau, 1500 Jahre altes Holz wurde im
Eingangstor verwendet und doch wird man das Gefühl
nicht los, weniger in einem heiligen religiösen Schrein
zu verweilen, denn mehr in einer Touristenattraktion
und einer Anlaufstelle für arrangierte Hochzeiten,
denn auch heute noch suchen manche Japanische Familien
die Braut oder den Bräutigam für eine Hochzeit aus.
Da kann man nur noch sagen: “Wo die Liebe hingefallen
lassen wird.”

Europäer, Amerikaner und sonstige sind hier kaum noch
etwas besonderes - selbst ein deutsches Paar haben wir
gesehen. Trotzdem haben Japaner es irgendwie drauf
immer wieder von neuem überrascht zu sein von
unvorbereitet erscheinenden Europäer.
Wenn die nur nicht so starren würden…

Ich glaube letztlich kann man mit Fug und Recht
behaupten ein eigener Urlaub nur für Tokyo ist
durchaus anzuraten, aber niemals die Reistetabletten
vergessen.

Als letztes wollte ich noch eine kurze Begegebenheit
schildern die SO wohl nur in Japan passieren kann:
Während meiner Zugfahrt zurück nach Kanazawa sitzt
vor mir eine kleine Familie. Vater, Mutter und 2 Töchter.
Die jüngere der beiden Töchter, etwa 6 Jahre alt, trägt
niedliche kleine Stoffohren im Haar und wirkt in ihrer
Erscheinung so zierlich und niedlich ( Japaner sagen kawai )
das eine Frau aufsteht und unter tausend Entschuldigungen
um ein Bild von der kleinen bittet. Der Wunsch wird prompt
erfüllt, die Frau macht eine Foto mit .. klar .. ihrem
Photohandy und man kann mit Worten kaum beschreiben
welch stolzes Gesicht der Familienvater danach zog.
Ja, hier hat Familie wirklich noch einen anderen
Stellenwert.

Halb begeistert und halb verstimmt gebe ich an die
angeschlossenen “Kommentäre” ab und wünsche frohes
Genießen der, der Tageszeit entsprechenden, Mahlzeit.

Akihabara in voller Pracht
Und hier noch Akihabara in voller Pracht



Eurocentres Gruppe

Geschrieben am: Donnerstag, 15. Juni 2006

Unsere kleine Eurocentres Gruppe

Unsere Gruppe

Von links nach rechts: Aaron, Amerikaner, Hans-Peter, Deutscher, Cedric, Schweizer, sitzend davor: Jan-Renee, Amerikanerin
meine Wenigkeit, mit dem peppigen Hemd, Mark von den Philipinen, Ekatherina aus Russland und ein Japaner unbekannten Namens



Das Problem mit der Zeit…

Geschrieben am: Mittwoch, 14. Juni 2006

Dienstag, 13.06.2006 endlich wieder Zeit einen
Eintrag zu schreiben, am Wochenende, bereits
einige Male erwähnt, war das Kanazawa
Hyakumangoku Festival… Unbeschreiblich,
die Mengen wogten hin und her und ein
kleiner ( mehr oder minder ) Gai-jin mittendrin.
Das Festival startete am Samstag mit einer
Parade durch Kanazawa, für das die
Hauptverkehrsstraße gesperrt wurde
und endete am Sonntag Abend mit einem
Lichtspiel am Kanazawa-jo ( dem Schloss ).
Fotos und vor allem die tollen kurzen
schnuckeligen kleinen Videos dazu sind
bereits auf die Festplatte gebannt,
harren aber noch ihrem Upload.

Ich empfehle allerdings nicht über
die A9 Videos zu sehen sondern direkt
die beschilderte Abfahrt Richtung Japan
zu nehmen, um a) Stau zu vermeiden,
b) Vor schlechter Sicht geschützt zu
sein und vor allen Dingen um DABEI zu sein.

Nach dem Fest war dann gemütli….
NEIN, nicht gemütliches Nachhause-
gehen angesagt.
Nachdem “irgendjemand” das Festival
offiziell für beendet erklärt hatte
liefen bereits Leute vom Staff mit
Lautsprechern durch die Gegend, welche
die Zuschauer aufforderten zu gehen und
die Aufräumarbeiten nicht zu behindern.
Uns wurde dann mehr oder minder akurat
bedeutet unsere sieben Sachen zu packen.
Und wahrlich man hatte das Gefühl:
Wenn morgen noch irgendetwas an dieses
Festival erinnert dann höchstens noch
Bilder.
Aufbauten wurden abgebaut,
Fahnen abgehängt, Straßen Millimeter
für Millimeter von allem bereinigt
was nicht niet- und nagelfest war
und selbst im großen Kanazawa
Hauptbahnhof wurden die riesigen
Fahnen und Flaggen abends noch
abgeseilt.

Morgens, halb zehn in Japan.
“Festival? Hier? Nie gehört!”
Schade eigentlich…

Mittlerweile wird mein Japanisch
immer besser, das Tempo der Lehrerinnen
ist hervorragend und Übung bekommt
man quasi an jeder Ecke.
Wenn man übrigens meinen Namen in
Katakana schreibt und dann wieder
rückübersetzt heiße ich etwa so:
“Kurisutofu”
Wer jetzt lacht, muss eine Runde
Straf-Kommentar schreiben!

1 : 3
Ja, genau. Japan hat gegen Australien
verloren. ich erwähne es nur der
Vollständigkeit halber hier. Die
Nachrichten und Sendungen in Japan
dagegen sind voll mit Analysen und
Torchancen. Verpatzen Bällen und …
ja.. und auch dem einzigen Tor das
die Japaner geschossen haben.
Man könnte man meinen das Tor wäre
aus 200 verschiedenen Kameraperspektiven
aufgenommen worden, so oft wird dieses Tor
gezeigt.
Dabei waren die Japaner vor dem Spiel
noch soooooooo siegessicher.
Als quasi Beweis wurde sogar in der
morgendlichen News-Sendung, vor
dem Spiel, eine Simulation,
anhand der Bilder mutmaßte ich
das dort FIFA 2006 in der Playstation
Variante benutzt wurde, gezeigt
die einen klaren Gewinn Japans
darstellte.

Viel wichtiger meiner Meinung nach:
Es ist mir heute gelungen auf einer
Packung Taschentücher, die hier
übrigens kostenlos an Passanten
verteilt werden, eine ganze
Textpassage in Katakana zu lesen.
Und das beste: Ich wußte sogar
was es bedeutet!!

Soviel zur Freude des Christoph,
an die, und ich maße mir an dies
hier so zu sagen, befreundeten,
oder zumindest freundlich gesinnten
Blogleser hier wie dort, hüben wir
drüben, drüber wie drunter oder
……. so.

Ich bitte zudem hier um Nachsicht
ob meiner massiven Rechtschreib-
und Grammatikfehler. Da ich jedoch
kaum Zeit finde überhaupt Texte zu
schreiben geht die Korrektur oft
gänzlich den Bach hinunter. Ich
empfehle daher einen Duden, viel
Geduld und zweimaliges Lesen vor,
nach und während der Mahlzeiten
sowie ( soshite ) dreimaliges
tägliches Amüsieren und den Bauch
halten ob der von mir an Sie
vorgesetzten Kost.

Es grüßt herzlich nach Deutschland,
Christoph “Kurisutofu”
aus Japan



Arbeit, Arbeit

Geschrieben am: Dienstag, 13. Juni 2006

Arbeit in Japan muss sehr hart sein, wenn schon…
aber seht selbst.

Banana Cake Licence



Von Ampeln und sonstigen Dingen

Geschrieben am: Sonntag, 11. Juni 2006

10.06.2006, Japan, in meinen Augen
mittlerweile auch Land der Sicherheit
genannt. Am Freitag Abend gab es in Kanazawa
ein Event zur Vorbereitung auf das
Hyakumangoku Festival das Samstag
und Sonntag stattfindet.

Auf einem Fluss wurden Laternen ausgesetzt und
runtertreiben lassen, ein Riesenspektakel!
Sooo viele Leute waren da, überall gab es
Spezialitäten, Kimonos und interessante Dinge
zu sehen.

Bevor wir zu dem Festival aufbrachen, wollte
ich meine Notebook Tasche und den Kram, bis
auf den Regenschirm und die Kamera, im Rifare
Building lassen um mit Aaron, Cedric und
Franca zum Festival zu gehen. Also ab in den
Fahrstuhl, der mich natürlich freundlich
begrüßt und in den 4. Stock gefahren
( in Deutschland wäre dies der 3. Stock,
in Japan gibt es kein Erdgeschoss, nur
den 1. Stock und so weiter ), die
Tür geht auf und ein gewohntes Bild tut
sich mir auf: Ein Japaner schläft mit
dem Kopf auf einem Notebook, niemand
nimmt Notiz, ich verstaue meine Tasche
unter dem Eurocentres Desk und gehe.
Hier klaut niemand etwas. Man mag es
nicht glauben aber die Japanische Gesellschaft
kennt das Wort “Vertrauen” wirklich noch.
Wer mit einem Bus fährt kann keine Karten
beim Fahrer kaufen oder Geld wechseln,
wer bezahlen will kann einfach das Geld
mitsamt der Karte in eine Dose beim Ausstieg
werfen. Es wird schon stimmen. Im Bahnhof
wird meine Karte durch bloßes Abnicken
der an den Ein- und Ausgängen postierten
Kontrolleure geprüft. Toll!

Sprich mit mir!
In Japan macht irgendwie alles Geräusche,
angefangen bei den Ampeln die mit einer
Musik ankündigen das man gehen darf, über
Bahnhöfe in denen einfahrende Züge mit
akustischen Signal UND einer Durchsage
angekündigt werden ( an dieser Stelle ein
großes Lob an die Pünktlichkeit der Japanischen
Eisenbahn, ich kann meine Uhr danach stellen,
das ein Zug der um 08:21 Uhr losfährt, auf
die Sekunde genau die Türen schließt und
5 Sekunden später losfährt ), in Fahrstühlen
wird man von einer Stimme begrüßt die auch
noch jedes Stockwerk in dem gehalten wird ansagt.
JA und gestern ist es passiert: Sogar von einer
Ampel wurden Aaron und ich angequatscht.
Problem nur: Was will uns diese Ampel mit einem
Kasten und einem Knopf darunter mitteilen!?
Minutenlang stehen wir mit offenem Mund vor
der Ampel und als gekonnt unerfahrener
Europäer blicken wir uns erstmal ratlos
um, bis ein gnädiger Passant uns bedeutet,
wir sollen einfach den Knopf drücken.
Und siehe da: Die Ampel wird grün.
1:0 für die Ampel, aber wir kommen wieder!

Endlich haben wir auch mal einen Japaner
kennengelernt. Massa-san der in Californien
studiert hat sprach uns auf dem Festival
einfach an, weil zwei große Nicht-Japanisch
aussehende Leute hier ja nicht gerade normal sind.
Er bot uns an mit Ihm später mal ein Starbucks zu
besuchen und ein wenig herumzuführen, was wir
freudig annahmen.
Es gibt Sie also doch, Japaner die Englisch können.
Toll war auch die Reaktion seiner Frau als wir
vorgestellt wurden:
Aaron, Amerikan-jin: “Aha.”
Christoph, Doitsu-jin: “Ohhh….. Doitsu….*sich
erstmal für ein paar Minuten nicht mehr einkriegt*
Irgendwie ist das was besonderes hier, ich vermute
es liegt an der Entfernung, gibt aber ein
richtig gutes Gefühl ;)

Soviel für mich, soviel für euch.
Ich gebe ab zur Werbung.

Gruß aus Nihon,
Christoph



Bilder in der Gallerie die zweite

Geschrieben am: Freitag, 9. Juni 2006

Ich habe heute die Kanazawa Gallerie gefüllt. So please have a look.
Ich bitte außerdem umreichlich Kommentar um abzuschätzen ob
das was ich hier schreibe irgendjemanden interessiert.

Und DAS gibts als Belohnung für fleißige Kommentatoren:

Watashi wa - Das bin ich